| Dr. Gunter Bleibohm sandte uns folgende Gedanken zum morgigen "Schlacht-Fest" der sog. Martinigänse, die wir hiermit weiterleiten: Der unselige Brauch der Hubertusmessen und das jährliche Großmassaker an den Gänsen zu Ehren des sogenannten hl. Martin liegen auf einer Linie. Auslöser ist nämlich die unreflektierte und zum Brauchtum erhobene Fabelwelt der Catholica, die sich in den Köpfen unserer Mitmenschen festgesetzt hat. Die Tierrechtsbewegung beschreibt sehr eindringlich die Symptome des Tierelends, muß aber künftig einen Schritt weiter gehen und die Hintergründe dieser barbarischen Verhaltensweisen auch aufdecken und die geistigen Brandstifter an den öffentlichen Pranger stellen. Aufklärung tut not – deshalb eine kleine Anmerkung zum Martinstag, auszugsweise aus der "Kriminalgeschichte des Christentums" von Karl Heinz Deschner: Der berühmte hl. Martin von Tours (gest. 397), Schutzpatron Frankreichs und Patron der Gänsezucht, der noch als Soldat einem nackten Bettler am Stadttor von Amiens seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den ganzen?), hat als Bischof dann 20.000 Sklaven gehalten – wer wüßte es! Martin von Tours, vom Bischof Hilarius von Poitiers zum Exorzisten ernannt, vollbringt im späten 4. Jahrhundert ein Wunder nach dem anderen:
Infolge seiner "Totenerweckungen" wurde Martin Bischof, dann merowingischer Königs-, dann karolingischer Reichsheiliger, schließlich Schutzpatron der Franzosen; 425 Dörfer Frankreichs tragen noch heute seinen Namen, den Namen eines Brandstifters, Diebes, der noch mit den Füßen der Heiden Heiligstes ruinierte, sämtliche Tempel niederriß und zu dessen "Ehren und Erinnerung" jährlich Millionen Gänse umgebracht werden. Ein wahrhaft prachtvoller und großartiger Mensch.
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