Olympischer Rekordhalter: China – aber als Tierquäler ...


bmt Kampagne: Für ein Tierschutzgesetz in China!


Vom 8. bis 24. August 2008 wurden die Olympischen Spiele in Peking ausgetragen – und die Vorbereitung auf die 29. Olympiade begann fünf Monate zuvor mit der unnachahmlichen Härte, mit der China immer öfter die Welt schockiert.

200.000 streunende Katzen und 10.000 Hunde sollten laut "Plan" des Landwirtschaftsbüros in Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele sterben, um Sportlern, Politikern und Gästen aus aller Welt eine "sichere und aufgeräumte" Stadt zu präsentieren.

Die Beamten erschlugen Katzen und Hunde mit Knüppeln, oft vor den Augen von Kindern. Die Olympische Idee, basierend auf universellen und fundamentalen ethischen Prinzipien – wird sie in Frage gestellt, wenn die Spiele in ein Land wie China vergeben werden?

Wo Menschenrechte und Meinungsfreiheit nichts gelten, die Würde des Einzelnen antastbar ist und Tiere nicht wie Lebewesen behandelt werden, sondern wie ausbeutbare Ressourcen?!


Keine Schutzbestimmungen für Tiere

Die Volksrepublik China ist mit 1,3 Mrd. Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde, der flächengrößte Staat in Ostasien und der viertgrößte der Welt (nach Russland, Kanada und den USA). Es gibt kein Tierschutzgesetz für Wild- und Haustiere in China. Geschützt werden nur vom Aussterben bedrohte Wildtiere, solange sie (noch) in Freiheit leben. In Zoos und Wildparks genießen sie dagegen keinen Schutz.

Und so ist denn ein Umgang mit Tieren möglich, der ob seiner Erbarmungslosigkeit kaum seinesgleichen auf der Erde findet. Da wird Pelztieren wie Nerzen, aber auch Hunden und Katzen bei lebendigem Leib das Fell abgezogen; an Drahtschlingen aufgehängt erdulden sie unaussprechliche Qualen, bis die Handlanger des Todes ihr Werk vollendet haben.

China ist in den letzten Jahren zum weltweit größten Pelzlieferanten und führenden Exporteur von Leder aufgestiegen. Dokumentar-Filmer und Undercover-Recherchen von internationalen Tierschutzorganisationen berichten von katastrophalen Zuständen in den Pelztierfarmen, doch für die in kleinste Drahtkäfige gepferchten Tiere, die ihrem fürchterlichen Ende entgegendämmern, interessiert sich kein Gesetz.

Und die unzähligen Tiermärkte in den Provinzen des Riesenreichs – auch sie ein Hort des Schreckens für alles, was läuft, kriecht und flattert: Ein flacher Käfig neben dem anderen, in dem die Tiere nicht stehen können, sondern über- und untereinander gequetscht liegen müssen.

Von den Züchtern wird die Ware Tier in die oft zur tödlichen Falle werdenden Gefängnisse gesetzt, mitleidslos wird Hund auf Hund und Katze auf Katze gestopft.

Die vollen Käfige werden Beobachtern zufolge von den Transportern geworfen, wobei häufig die aus den Käfigen herausragenden Gliedmaßen der Hunde und Katzen brechen oder die zu unterst liegenden Tiere erdrückt werden oder qualvoll ersticken.

Tauchen Käufer auf, immerhin machen sich zahllose Züchter mit ihren unter massentierähnlichen Haltungsbedingungen gezogenen Tieren gegenseitig schärfste Konkurrenz, suchen sie selten einen vierbeinigen Freund, sondern einen Fell- oder Fleischlieferanten. Und weil laut chinesischer Tradition das Fleisch besonders schmackhaft wird, wenn es "unter Qualen" gewonnen wurde, sterben Hund oder Katze einen vorsätzlich langen Tod.

Viele Asiaten schwören auf Hundefleisch. Doch Guangzhou, eine Metropole im Süden Chinas, gilt als "Weltstadt" des Hundefleischkonsums. Restaurant an Restaurant, in denen Köche auf Hackbrettern (lebende) Hunde zerteilen – für chinesische Tierfreunde stellt der Gang durch die Stadt jeden Tag wieder eine Herausforderung für ihre Nerven dar, und doch haben sie keine Chance, die für den Kopftopf bestimmten Vierbeiner zu retten.

"Friends...or Food" hat die mit internationalen Preisen ausgezeichnete Tierschützerin Jill Robinson ihre Kampagne zur Beendigung des Verzehrs von Haustieren genannt. 1998 gründete die Engländerin in Hongkong die "Animals Asia Foundation" (AAF, www.animalsasia.org), inzwischen mit Ländervertretungen in Deutschland, Großbritannien, Australien, China und USA.


Den Original-Artikel sowie weitere Informationen finden Sie hier:
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